Parkett lässt sich vollflächig kleben oder schwimmend verlegen, gerade oder im Fischgrätmuster – und diese Entscheidungen ändern, wie viel Sie kaufen und wie Sie ausrichten. Diese Anleitung führt Schritt für Schritt hindurch und zeigt, wie Sie zuerst die genaue Dielenzahl und den Verschnitt für Ihr Muster ermitteln.
Zuerst das Material berechnen →Bei Parkett treibt das Muster den Preis: Fischgrät und andere Zierverlegungen verursachen weit mehr Verschnitt als eine gerade Verlegung – deshalb steht am Anfang die Frage, wie viel Sie bestellen. Zeichnen Sie Ihren Raum im kostenlosen Verlegeplaner, wählen Sie Ihr Muster, und er zählt Dielen und Verschnitt für Ihren echten Boden. Danach folgen die sechs Schritte.
Holz arbeitet mit dem Raum, in dem es liegt – lassen Sie die Pakete daher einige Tage flach und ungeöffnet im Raum liegen, damit sie sich an Temperatur und Luftfeuchte angleichen, bevor Sie beginnen. Ermitteln Sie währenddessen die Menge: Ein Fischgrät- oder anderes Muster verursacht weit mehr Verschnitt als eine gerade Verlegung. Zeichnen Sie den Raum im kostenlosen Verlegeplaner, wählen Sie Ihr Muster und lassen Sie Dielen und Verschnitt zählen.
Der Untergrund muss sauber, eben und vor allem trocken sein. Messen Sie die Restfeuchte des Estrichs mit einer CM-Messung; gerade Massivparkett und Fußbodenheizung verlangen einen trockenen, stabilen Untergrund, denn über feuchtem Grund verlegtes Holz schüsselt und bildet Fugen. Gleichen Sie Vertiefungen mit Ausgleichsmasse aus und lassen Sie diese vollständig aushärten.
Vollflächiger Klebstoff verbindet jede Diele fest mit dem Untergrund und ist die richtige Wahl für Massivparkett und für Böden über einer Fußbodenheizung, wo er die beste Wärmeübertragung und die ruhigste Oberfläche bringt. Fertigparkett mit Klickprofil lässt sich stattdessen schwimmend auf einer Trittschalldämmung verlegen – schneller, aber etwas hallender beim Gehen.
Bei Fischgrät beginnen Sie nicht an der Wand: Schlagen Sie eine Mittellinie durch den Raum und bauen Sie das Muster symmetrisch dazu auf, damit sich beide Hälften spiegeln und die Zuschnitte an die Ränder fallen. Bei geraden Dielen legen Sie zuerst die Verlegerichtung fest – meist zum Tageslicht hin, damit die Fugen weniger Licht fangen und die Dielen als eine Fläche wirken.
Kleben oder klicken Sie jede Diele an die vorherige, halten Sie das Muster dicht und versetzen Sie die Stoßfugen von Reihe zu Reihe, sodass keine zwei Fugen fluchten. Beginnen Sie jede neue Reihe möglichst mit dem Reststück der vorigen – gerade bei Fischgrät hält das Zurückführen der Reststücke den Verschnitt niedrig.
Ist das Holz roh, schleifen Sie es eben und ölen oder versiegeln es anschließend; werkseitig fertige Dielen brauchen nur eine Reinigung. Halten Sie zu jeder Wand und festen Kante die Dehnungsfuge – Parkett dehnt sich mit den Jahreszeiten aus und zieht sich zusammen – ziehen Sie dann die Keile und decken Sie die Fuge mit Sockelleisten ab, nie durch die Dielen geschraubt.
Bei Fischgrät und Zierverlegungen ist der Verschnitt schwer zu schätzen. Statt Fläche × Faustregel platziert der kostenlose Verlegeplaner jede Diele in echten Maßen für Ihr gewähltes Muster, zählt die Zuschnitte und nennt Ihnen die genaue Dielenzahl und den Verschnitt für Ihren Raum.
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