Dampfsperre verlegen: Anleitung
Die Dampfsperre ist die dünne Polyethylenfolie, die Restfeuchte aus Estrich oder Betondecke vom schwimmenden Boden fernhält. Diese Anleitung zeigt, wann Sie eine brauchen und wie Sie sie richtig verlegen – und wie viel Folie Sie für Ihren Raum einkaufen.
Zuerst die Bodenfläche berechnen →Eine Dampfsperre kostet wenig, aber ein über eingeschlossener Feuchtigkeit verlegter Boden ist ein Totalschaden – deshalb lohnt es sich, diese Schicht sauber zu machen. Klären Sie zuerst, ob Ihr Untergrund überhaupt eine braucht, und kaufen Sie dann genug Folie mit großzügiger Überlappung. Ermitteln Sie im kostenlosen Verlegeplaner die genaue Bodenfläche, rechnen Sie die Überlappung dazu und folgen Sie den fünf Schritten.
Dampfsperre verlegen in 5 Schritten
Klären, ob Sie überhaupt eine brauchen
Eine Dampfsperre gehört auf jeden mineralischen Untergrund – Estrich oder Beton – sowie auf jedes Erdgeschoss und jede erdberührte Bodenplatte, wo Feuchtigkeit von unten aufsteigen kann. Über einer trockenen Holzbalkendecke im Obergeschoss lassen Sie sie meist weg, damit der Aufbau atmen kann. Im Zweifel legen Sie sie ein.
Zuerst den Estrich auf Feuchte prüfen
Versiegeln Sie nie einen noch feuchten Untergrund – die Folie schließt die Feuchtigkeit darunter ein und lässt den Boden von unten faulen. Lassen Sie frischen Estrich per Calciumcarbid-Messung prüfen und warten Sie, bis der Wert unter dem Grenzwert für Ihren Bodenbelag liegt. Decken Sie ihn erst ab, wenn er trocken genug ist.
Polyethylenfolie über den Boden auslegen
Rollen Sie die Folie über den ganzen Boden aus und ziehen Sie sie an jeder Wand ein paar Zentimeter hoch, sodass eine flache Wanne entsteht, an der keine Feuchtigkeit vorbeikriecht. Arbeiten Sie sie faltenfrei in die Ecken, ohne sie straff zu spannen, und lassen Sie sie bis unter die spätere Sockelleiste laufen.
Bahnen überlappen und luftdicht verkleben
Legen Sie jede neue Bahn rund 20 cm über die vorige und verkleben Sie die Naht auf ganzer Länge mit dem passenden Klebeband. Eine Dampfsperre wirkt nur als eine geschlossene Haut – halten Sie die Folie frei von Löchern und Rissen und flicken Sie jede Beschädigung, bevor Sie sie abdecken.
Trittschall und Boden verlegen, dann Folie zuschneiden
Verlegen Sie die Trittschalldämmung und den schwimmenden Boden auf der verklebten Folie. Lassen Sie die hochgezogenen Ränder bis zuletzt stehen; sind die Sockelleisten montiert, schneiden Sie die Folie oben bündig ab, damit nichts zu sehen ist.
Häufige Fragen
- Wann brauche ich eine Dampfsperre?
- Auf jedem mineralischen Untergrund – Estrich oder Beton – sowie in Erdgeschossen und auf erdberührten Bodenplatten, wo Feuchtigkeit von unten aufsteigen kann. Auf einer trockenen Holzbalkendecke im Obergeschoss lassen Sie sie meist weg. Fachlich unterscheidet man die dichte Dampfsperre von der diffusionsoffeneren Dampfbremse; ist der Untergrund nicht dauerhaft trocken, sind Sie mit der Dampfsperre auf der sicheren Seite.
- Wie stark sollen sich die Bahnen überlappen?
- Überlappen Sie jede Bahn um rund 20 cm und verkleben Sie die Naht auf ganzer Länge, damit die Sperre eine luftdichte Haut bildet. Ziehen Sie die Folie an den Wänden zusätzlich ein paar Zentimeter hoch. Denken Sie beim Kauf an die Überlappungen – sie kommen zur reinen Bodenfläche aus dem Verlegeplaner hinzu.
- Meine Trittschalldämmung hat schon eine Dampfsperre – brauche ich noch eine eigene Folie?
- Manche Dämmungen bringen eine integrierte Dampfsperre mit, und auf vielen Untergründen reicht das allein. Sie wirkt aber nur, wenn die Überlappungen luftdicht verklebt sind – genau wie bei einer eigenen Folie. Bei feuchtegefährdeter Bodenplatte oder wenn Sie das Produkt nicht sicher einschätzen, ist eine separate Polyethylenfolie darunter der sicherere Weg.
Die richtige Folienmenge auf einmal kaufen
Der kostenlose Verlegeplaner liefert die genaue Bodenfläche Ihres Raums – so wissen Sie, wie viele Quadratmeter Folie Sie brauchen. Rechnen Sie nur etwas für die Überlappungen und die hochgezogenen Ränder dazu. Kein zweiter Weg in den Baumarkt.
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