Fast jeder Bodenschaden beginnt darunter. Diese Anleitung zeigt, wie Sie den Untergrund sauber, trocken und eben bekommen, bevor die erste Diele oder Fliese liegt – und wie Sie genau berechnen, wie viel Ausgleichsmasse Sie brauchen.
Zuerst die Fläche berechnen →Was auch immer oben liegt – Laminat, Vinyl, Fliesen oder Parkett –, ist nur so gut wie der Untergrund darunter. Ein feuchter oder unebener Unterboden zeigt sich Monate später als aufgehende Fugen, Risse oder hohl klingende Stellen. Bringen Sie deshalb erst den Untergrund in Ordnung und ermitteln Sie die Fläche Ihres Raums im kostenlosen Verlegeplaner, damit Sie die richtige Anzahl Säcke Ausgleichsmasse kaufen. Danach folgen die fünf Schritte.
Der Untergrund muss sauber, trocken, fest und tragfähig sein, bevor etwas darauf kommt. Entfernen Sie alte Beläge, kratzen Sie Klebstoffreste ab, kehren und saugen Sie gründlich und klopfen Sie den Boden auf hohle oder mürbe Stellen ab – ein bereits schadhafter Untergrund zieht Ihren neuen Boden mit hinunter.
Ein Estrich, der oben trocken wirkt, kann innen noch feucht sein – und eingeschlossene Feuchte ruiniert alles, was darüber verlegt wird. Lassen Sie den Estrich per CM-Messung (Calciumcarbid-Methode) prüfen und warten Sie, bis der Wert unter dem Grenzwert für Ihren Bodenbelag liegt, bevor Sie weitermachen.
Legen Sie eine 2-m-Latte in mehreren Richtungen auf und achten Sie auf Spalte darunter – mehr als rund 3 mm Abweichung sollten nicht auftreten. Markieren Sie Erhöhungen und Vertiefungen mit dem Bleistift, damit Sie genau wissen, wo Sie abschleifen und wo Sie auffüllen müssen.
Rollen Sie die passende Grundierung auf und lassen Sie sie trocknen, dann gießen Sie Ausgleichsmasse in die Vertiefungen – bei stark unebenem Untergrund über die ganze Fläche – und verteilen sie mit dem Glätter. Lassen Sie sie vollständig aushärten, bevor Sie sie betreten oder weiterarbeiten; hier zu drängen ist der häufigste Fehler.
Ist die Ausgleichsmasse ausgehärtet, saugen Sie den Boden noch einmal ab und ziehen ein letztes Mal die Latte darüber, um Ebenheit und Festigkeit zu bestätigen. Erst dann rollen Sie die Trittschalldämmung aus und beginnen zu verlegen – ein zweimal geprüfter Untergrund macht später fast nie Ärger.
Ausgleichsmasse wird sackweise verkauft, und jeder Sack reicht bei einer bestimmten Schichtdicke nur für wenige Quadratmeter. Zeichnen Sie Ihren Raum im kostenlosen Verlegeplaner und erhalten Sie die genaue Fläche, damit Sie die Säcke in einem Zug bestellen statt ein zweites Mal in den Baumarkt zu fahren.
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