
Estrich-Rechner
Estrich wird im Sack als Trockenmörtel verkauft, geplant wird er aber nach Fläche und Dicke, und die Konstruktion bestimmt, wie dünn er sein darf. Der Rechner nennt Gewicht und Säcke mit einem Zuschlag für einen unebenen Untergrund, das Anmachwasser, das Einbauvolumen und eine Warnung, wenn der Estrich dünner ist als seine Konstruktion erlaubt.
Menge berechnenWie viel Estrich brauchen Sie?
Geben Sie Fläche und Dicke ein und wählen Sie Estrichart und Konstruktion. Die Estrichart setzt den Verbrauch aus den Merkblättern, den Sie ändern können; die Konstruktion setzt die Mindestdicke, die der Rechner prüft.
Mindestdicke für diese Konstruktion: 4,5 cm
Vorgabewert – ersetzen Sie ihn durch die Angabe des Herstellers.
5 % decken die übliche Unebenheit und Mischverluste; messen Sie die Dicke an mehreren Stellen und nehmen Sie den Mittelwert.
Optional – zeigt die Materialkosten für die aufgerundete Menge.
Sie benötigen
Fläche und Dicke eingeben, um die Menge zu sehen.
Das Ergebnis aktualisiert sich bei jeder Eingabe – Sie müssen nichts bestätigen.
Menge = Fläche × Dicke × Verbrauch je cm × (1 + Zuschlag). Einbauvolumen = Fläche × Dicke.
Die Werte gelten nur für die Estrichschicht, nicht für Dämmung oder Ausgleichsmasse. Wasser je Sack und Mindestdicken sind typische Werte (Zementestrich nach DIN 18560, Calciumsulfatestrich nach aktuellen Herstellerdatenblättern); maßgeblich ist der Sack Ihres Produkts. Vorgabedicke: 5 cm.
Die richtige Dicke bestimmen
- Die Mindestdicke hängt von der Konstruktion ab. Zementestrich: im Verbund mindestens 25 mm, auf Trennlage 35 mm, schwimmend auf Dämmung 45 mm, als Heizestrich 45 mm über den Rohren (DIN 18560). Calciumsulfat-Fließestrich laut aktuellen Herstellerdatenblättern: im Verbund 25 mm, auf Trennschicht 30 mm, schwimmend 35 mm, beheizt 35 mm über dem Heizelement.
- Bei Fußbodenheizung kommt das Rohr dazu: Ein 17-mm-Rohr unter 45 mm Überdeckung ergibt einen Zementestrich von mindestens 62 mm.
- Messen Sie die Dicke an mehreren Stellen mit Laser oder Wasserwaage und Richtlatte und rechnen Sie mit dem Mittelwert; der Zuschlag deckt übliche Unebenheiten, kein Gefälle von mehreren Zentimetern.
- Calciumsulfatestrich gehört nicht in dauerhaft nasse Räume und darf beim Trocknen nicht nass werden; Nassräume, Garagen und Außenbereiche bekommen Zementestrich.
- Zementestrich in Feldern bis etwa 40 m² und höchstens etwa 8 m Seitenlänge einbauen und in jeder Türöffnung eine Fuge anordnen, wie es das Merkblatt eines Sackestrichs verlangt.
Verbrauch, Wasser und Säcke je Estrichart
Trockenmörtel je m² und Zentimeter Dicke, Wasser und Sackgröße laut Merkblättern:
| Estrichart | Typischer Verbrauch |
|---|---|
| Zementestrich (Sackware, CT-C20-F4) | ≈ 20 kg/m² je cm; 25-kg-Säcke; etwa 2 l Wasser je Sack |
| Calciumsulfat-Fließestrich | ≈ 19 kg/m² je cm; 40-kg-Säcke; etwa 6,5 l Wasser je Sack |
Was dieser Rechner leistet – und was nicht
Er leistet
Er berechnet Trockenmörtel, Säcke, Anmachwasser und Einbauvolumen mit einem Zuschlag für einen unebenen Untergrund und warnt, wenn die Dicke unter der Mindestdicke der gewählten Konstruktion liegt.
Er leistet nicht
Er misst Ihren Boden nicht, plant weder Dämmung noch Heizrohre und sagt nicht, wann der Estrich belegreif ist: Dafür braucht es eine Calciumcarbid-Messung vor Ort. Die Fliesen, Dielen oder das Laminat darüber plant der Autolay-Verlegeplaner.
Estrich einbauen Schritt für Schritt
Für Sackestrich im Wohnbau: von der rohen Decke bis zum belegreifen Estrich.
Untergrund vorbereiten
Rohdecke fegen, Löcher schließen, Rohre und Leitungen in einer ebenen Ausgleichsschicht einbetten. Für schwimmenden Estrich die Dämmplatten dicht gestoßen und versetzt verlegen; Heizrohre werden auf der Dämmung befestigt und vor dem Estrich abgedrückt.

Randdämmstreifen und Trennlage
Randdämmstreifen an jeder Wand, Stütze und jedem Rohr anbringen, mindestens 5 mm dick (10 mm bei Fußbodenheizung) und 2 bis 3 cm über die fertige Oberfläche hinaus. Auf Dämmung eine Polyethylenfolie von mindestens 0,1 mm mit 10 cm Überlappung verlegen und an den Wänden hochziehen.
Höhe festlegen
Die Estrichoberkante mit dem Laser an den Wänden anzeichnen und Estrichschienen oder Höhenstative setzen. Die Mindestdicke am höchsten Punkt des Untergrunds und über den Rohren prüfen.
Anmischen
Zementestrich erdfeucht im Zwangs- oder Freifallmischer mit der Wassermenge vom Sack anmischen (etwa 2 l je 25 kg) und jede Mischung innerhalb einer Stunde verarbeiten. Calciumsulfat-Fließestrich wird mit etwa 6,5 l je 40 kg klumpenfrei angemischt und vergossen.
Verteilen, verdichten, abziehen
Den Estrich zwischen den Schienen verteilen, verdichten, mit einer langen Richtlatte abziehen, die Schienenrillen schließen und die Oberfläche abreiben. Fließestrich wird mit der Schwabbelstange durchgeschlagen, damit die Luft entweicht.

Photo: Smigel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons Aushärten, aufheizen, trocknen
Den Estrich anfangs vor Zugluft und direkter Sonne schützen, danach gut lüften (die Merkblätter für Zementestrich verlangen ab dem 2. Tag Stoßlüften; Calciumsulfat-Fließestrich ist nach etwa 24 Stunden begehbar). Heizestrich wird nach Protokoll aufgeheizt: Calciumsulfat ab dem 7. Tag, Zementestrich nach 21 Tagen. Den Belag erst verlegen, wenn die Calciumcarbid-Messung unter dem Grenzwert liegt.

Photo: Hundehalter, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Mindestdicke, Trocknung und Belegreife
| Estrich und Konstruktion | Mindestdicke | Trocknung (Faustregel) | Belegreif (Calciumcarbid-Messung) |
|---|---|---|---|
| Zement, im Verbund | 25 mm | etwa 1 Woche je cm bis 4 cm | unter 2,0 % |
| Zement, auf Trennlage | 35 mm | 5 cm: etwa 6 Wochen | unter 2,0 % |
| Zement, schwimmend | 45 mm | 5 cm: etwa 6 Wochen | unter 2,0 % |
| Zement, Heizestrich | 45 mm über dem Rohr | Aufheizen nach 21 Tagen, dann Belegreifheizen | unter 1,8 % |
| Calciumsulfat-Fließestrich, im Verbund oder auf Trennschicht | 25 oder 30 mm | 35 mm: 3 bis 6 Wochen | unter 0,5 % |
| Calciumsulfat-Fließestrich, schwimmend | 35 mm | 35 mm: 3 bis 6 Wochen | unter 0,5 % |
| Calciumsulfat-Fließestrich, Heizestrich | 35 mm über dem Heizelement | Aufheizen ab dem 7. Tag | unter 0,5 %, empfohlen 0,3 % |
Werkzeug und Material
| Werkzeug oder Material | Menge |
|---|---|
| Sackestrich | laut Rechner |
| Randdämmstreifen, 5 mm (10 mm bei Fußbodenheizung) | Raumumfang plus Stützen und Rohre |
| Polyethylenfolie, mindestens 0,1 mm | Fläche plus 10 cm Überlappung und Hochzug an den Wänden |
| Zwangs- oder Freifallmischer | 1, tageweise mieten |
| Estrichschienen oder Höhenstative | genug für parallele Schienen durch den Raum |
| Rotationslaser oder lange Wasserwaage | 1 |
| Aluminium-Richtlatte, 2 bis 3 m | 1 |
| Reibebrett und Glättkelle | je 1 |
| Schubkarre, Eimer, Wasseranschluss | je Baustelle |
| Kniebretter | 1 Paar |
| Calciumcarbid-Messung der Restfeuchte | vor dem Verlegen des Belags |
Häufige Fehler
Kein Randdämmstreifen
So erkennen Sie ihn: Risse an den Wänden; Trittschall geht in die Nachbarräume
Abhilfe: Randdämmstreifen an jeder Wand, Stütze und jedem Rohr: 5 mm, mit Heizung 10 mm
Zu dünn über Rohren oder Dämmung
So erkennen Sie ihn: Risse, die den Rohrverlauf nachzeichnen
Abhilfe: Mindestdicke einhalten: Zement 45 mm über dem Rohr, Calciumsulfat 35 mm; notfalls die Höhe anheben
Zu viel Anmachwasser
So erkennen Sie ihn: Weiche, absandende Oberfläche; die Trocknung dauert viel länger
Abhilfe: Die Wassermenge vom Sack abmessen, nicht nach Gefühl
Keine Fugen in Türen und großen Räumen
So erkennen Sie ihn: Risse, die an den Türzargen beginnen
Abhilfe: Fuge in jeder Türöffnung; Zementestrich in Feldern bis etwa 40 m²
Zu früh belegt
So erkennen Sie ihn: Laminat quillt, Fliesen reißen, der Klebstoff löst sich
Abhilfe: Vor dem Verlegen Calciumcarbid-Messung unter dem Grenzwert
Zugluft oder Sonne in den ersten Tagen
So erkennen Sie ihn: Aufgeschüsselte Ränder und Oberflächenrisse
Abhilfe: Den Estrich anfangs schützen, dann laut Merkblatt regelmäßig lüften
Calciumsulfatestrich im Nassraum
So erkennen Sie ihn: Die Oberfläche wird weich und quillt
Abhilfe: In Nassräumen, Garagen und außen Zementestrich verwenden
Wann sich ein Fachbetrieb lohnt
Einen kleinen Raum mit Sackestrich schafft ein geübter Heimwerker, aber die Arbeit ist schwer: etwa 100 kg Mörtel je m² bei 5 cm. Holen Sie einen Estrichleger, wenn:
- die Fläche größer als ein, zwei Räume ist: Ein Estrichleger pumpt den Estrich an einem Tag ein
- eine Fußbodenheizung eingebaut ist: Rohrüberdeckung, Aufheizen und Belegreifheizen müssen protokolliert werden
- Sie Calciumsulfat-Fließestrich wollen: Er wird in der Praxis aus Silo oder Mischpumpe gepumpt, nicht von Hand aus Säcken gemischt
- der Untergrund mehrere Zentimeter aus dem Lot ist oder eine Trittschall- oder Wärmedämmung braucht
- es um einen Nassraum, eine Garage oder einen Außenbereich geht
- ein fester Termin einen Schnellestrich verlangt
Häufige Fragen zum Estrich
Wie viel Estrich brauche ich pro m²?
Etwa 20 kg Trockenmörtel je m² und Zentimeter bei Zementestrich, 19 kg bei Calciumsulfat-Fließestrich. Rechenbeispiel: 20 m² Zementestrich mit 5 cm sind 20 × 5 × 20 = 2 000 kg, also 80 Säcke zu 25 kg. Mit dem Vorgabezuschlag von 5 % sind es 2 100 kg, 84 Säcke, dazu etwa 168 l Anmachwasser.
Welche Dicke soll ich wählen?
Nie weniger als die Mindestdicke Ihrer Konstruktion: Zementestrich im Verbund 25 mm, auf Trennlage 35 mm, schwimmend 45 mm, als Heizestrich 45 mm über dem Rohr; Calciumsulfat-Fließestrich 25, 30, 35 und 35 mm. Oberhalb der Mindestdicke entscheiden Türhöhen, Schwellen und die angrenzenden Böden.
Wie viele Säcke sind das, und wie schwer ist das?
Der Rechner teilt das Gewicht durch Ihre Sackgröße und rundet immer auf. Denken Sie an das Gewicht: 5 cm Estrich wiegen etwa 100 kg je m², ein 20-m²-Raum bedeutet also über 2 Tonnen Säcke, die Sie tragen und von Hand mischen. Für ein ganzes Geschoss ist ein Estrichleger mit Mischpumpe meist die bessere Wahl.
Wie lange muss Estrich trocknen, bevor ich den Belag verlege?
Faustregel für Zementestrich: etwa eine Woche je Zentimeter bis 4 cm, danach etwa zwei Wochen für jeden weiteren Zentimeter, ein 5-cm-Estrich braucht also bei guten Bedingungen etwa sechs Wochen. Calciumsulfat-Fließestrich braucht bei 35 mm laut aktuellen Herstellerdatenblättern etwa 3 bis 6 Wochen. Entscheidend ist die Calciumcarbid-Messung vor dem Verlegen: Zementestrich unter 2,0 %, Calciumsulfatestrich unter 0,5 % (0,3 % mit Fußbodenheizung), so die Grenzwerte der Laminathersteller.
Warum zeigt das Ergebnis auch Volumen und Wasser?
Transportbeton- und Pumpestrich werden nach Volumen angeboten, Sackestrich nach Gewicht, deshalb zeigt der Rechner beides. Die Wassermenge brauchen Sie auf der Baustelle: etwa 2 l je 25-kg-Sack Zementestrich und 6,5 l je 40-kg-Sack Calciumsulfat-Fließestrich. Nehmen Sie immer die Menge, die auf Ihrem Sack steht; zu viel Wasser schwächt den Estrich und verlängert die Trocknung.
Den Bodenbelag darüber planen
Ist der Estrich ausgehärtet, ermittelt der kostenlose Autolay-Verlegeplaner den Bodenbelag dafür – Fliesen, Dielen oder Laminat mit Materialliste und Verschnitt – aus einem Foto Ihres Grundrisses, einem IFC-Gebäudemodell oder einem 3D-Scan.
Planung starten