Ein Estrichleger bringt Fließestrich über die Rohre der Fußbodenheizung in einem hellen Raum ein, mit Höhenstativen und Randdämmstreifen an den Wänden
Foto: Frank Eritt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Bedarfsrechner

Estrich-Rechner

Estrich wird im Sack als Trockenmörtel verkauft, geplant wird er aber nach Fläche und Dicke, und die Konstruktion bestimmt, wie dünn er sein darf. Der Rechner nennt Gewicht und Säcke mit einem Zuschlag für einen unebenen Untergrund, das Anmachwasser, das Einbauvolumen und eine Warnung, wenn der Estrich dünner ist als seine Konstruktion erlaubt.

Menge berechnen

Wie viel Estrich brauchen Sie?

Geben Sie Fläche und Dicke ein und wählen Sie Estrichart und Konstruktion. Die Estrichart setzt den Verbrauch aus den Merkblättern, den Sie ändern können; die Konstruktion setzt die Mindestdicke, die der Rechner prüft.

m²
cm

Mindestdicke für diese Konstruktion: 4,5 cm

kg/m² je cm

Vorgabewert – ersetzen Sie ihn durch die Angabe des Herstellers.

%

5 % decken die übliche Unebenheit und Mischverluste; messen Sie die Dicke an mehreren Stellen und nehmen Sie den Mittelwert.

€

Optional – zeigt die Materialkosten für die aufgerundete Menge.

Sie benötigen

Fläche und Dicke eingeben, um die Menge zu sehen.

Das Ergebnis aktualisiert sich bei jeder Eingabe – Sie müssen nichts bestätigen.

Menge = Fläche × Dicke × Verbrauch je cm × (1 + Zuschlag). Einbauvolumen = Fläche × Dicke.

Die Werte gelten nur für die Estrichschicht, nicht für Dämmung oder Ausgleichsmasse. Wasser je Sack und Mindestdicken sind typische Werte (Zementestrich nach DIN 18560, Calciumsulfatestrich nach aktuellen Herstellerdatenblättern); maßgeblich ist der Sack Ihres Produkts. Vorgabedicke: 5 cm.

Die richtige Dicke bestimmen

  • Die Mindestdicke hängt von der Konstruktion ab. Zementestrich: im Verbund mindestens 25 mm, auf Trennlage 35 mm, schwimmend auf Dämmung 45 mm, als Heizestrich 45 mm über den Rohren (DIN 18560). Calciumsulfat-Fließestrich laut aktuellen Herstellerdatenblättern: im Verbund 25 mm, auf Trennschicht 30 mm, schwimmend 35 mm, beheizt 35 mm über dem Heizelement.
  • Bei Fußbodenheizung kommt das Rohr dazu: Ein 17-mm-Rohr unter 45 mm Überdeckung ergibt einen Zementestrich von mindestens 62 mm.
  • Messen Sie die Dicke an mehreren Stellen mit Laser oder Wasserwaage und Richtlatte und rechnen Sie mit dem Mittelwert; der Zuschlag deckt übliche Unebenheiten, kein Gefälle von mehreren Zentimetern.
  • Calciumsulfatestrich gehört nicht in dauerhaft nasse Räume und darf beim Trocknen nicht nass werden; Nassräume, Garagen und Außenbereiche bekommen Zementestrich.
  • Zementestrich in Feldern bis etwa 40 m² und höchstens etwa 8 m Seitenlänge einbauen und in jeder Türöffnung eine Fuge anordnen, wie es das Merkblatt eines Sackestrichs verlangt.

Verbrauch, Wasser und Säcke je Estrichart

Trockenmörtel je m² und Zentimeter Dicke, Wasser und Sackgröße laut Merkblättern:

EstrichartTypischer Verbrauch
Zementestrich (Sackware, CT-C20-F4)≈ 20 kg/m² je cm; 25-kg-Säcke; etwa 2 l Wasser je Sack
Calciumsulfat-Fließestrich≈ 19 kg/m² je cm; 40-kg-Säcke; etwa 6,5 l Wasser je Sack

Was dieser Rechner leistet – und was nicht

Er leistet

Er berechnet Trockenmörtel, Säcke, Anmachwasser und Einbauvolumen mit einem Zuschlag für einen unebenen Untergrund und warnt, wenn die Dicke unter der Mindestdicke der gewählten Konstruktion liegt.

Er leistet nicht

Er misst Ihren Boden nicht, plant weder Dämmung noch Heizrohre und sagt nicht, wann der Estrich belegreif ist: Dafür braucht es eine Calciumcarbid-Messung vor Ort. Die Fliesen, Dielen oder das Laminat darüber plant der Autolay-Verlegeplaner.

Estrich einbauen Schritt für Schritt

Für Sackestrich im Wohnbau: von der rohen Decke bis zum belegreifen Estrich.

  1. Untergrund vorbereiten

    Rohdecke fegen, Löcher schließen, Rohre und Leitungen in einer ebenen Ausgleichsschicht einbetten. Für schwimmenden Estrich die Dämmplatten dicht gestoßen und versetzt verlegen; Heizrohre werden auf der Dämmung befestigt und vor dem Estrich abgedrückt.

    Rote Rohre einer Fußbodenheizung in sauberen Schleifen auf kaschierten Dämmplatten in einem leeren Raum vor dem Estrich
  2. Randdämmstreifen und Trennlage

    Randdämmstreifen an jeder Wand, Stütze und jedem Rohr anbringen, mindestens 5 mm dick (10 mm bei Fußbodenheizung) und 2 bis 3 cm über die fertige Oberfläche hinaus. Auf Dämmung eine Polyethylenfolie von mindestens 0,1 mm mit 10 cm Überlappung verlegen und an den Wänden hochziehen.

  3. Höhe festlegen

    Die Estrichoberkante mit dem Laser an den Wänden anzeichnen und Estrichschienen oder Höhenstative setzen. Die Mindestdicke am höchsten Punkt des Untergrunds und über den Rohren prüfen.

  4. Anmischen

    Zementestrich erdfeucht im Zwangs- oder Freifallmischer mit der Wassermenge vom Sack anmischen (etwa 2 l je 25 kg) und jede Mischung innerhalb einer Stunde verarbeiten. Calciumsulfat-Fließestrich wird mit etwa 6,5 l je 40 kg klumpenfrei angemischt und vergossen.

  5. Verteilen, verdichten, abziehen

    Den Estrich zwischen den Schienen verteilen, verdichten, mit einer langen Richtlatte abziehen, die Schienenrillen schließen und die Oberfläche abreiben. Fließestrich wird mit der Schwabbelstange durchgeschlagen, damit die Luft entweicht.

    Ein kniender Estrichleger zieht frischen Zementestrich mit einer langen Richtlatte entlang einer weißen Wand mit Randdämmstreifen ab
    Photo: Smigel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
  6. Aushärten, aufheizen, trocknen

    Den Estrich anfangs vor Zugluft und direkter Sonne schützen, danach gut lüften (die Merkblätter für Zementestrich verlangen ab dem 2. Tag Stoßlüften; Calciumsulfat-Fließestrich ist nach etwa 24 Stunden begehbar). Heizestrich wird nach Protokoll aufgeheizt: Calciumsulfat ab dem 7. Tag, Zementestrich nach 21 Tagen. Den Belag erst verlegen, wenn die Calciumcarbid-Messung unter dem Grenzwert liegt.

    Frisch geglätteter Zementestrich füllt einen leeren Raum, gesäumt von blauen Randdämmstreifen, an der Rückwand der Heizkreisverteiler
    Photo: Hundehalter, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Mindestdicke, Trocknung und Belegreife

Mindestdicke: Zementestrich nach DIN 18560, Calciumsulfatestrich nach aktuellen Herstellerdatenblättern. Restfeuchte: Verlegemerkblatt des Verbands der europäischen Laminatbodenhersteller (0,3 % empfohlen für beheizten Calciumsulfatestrich); 1,8 % für beheizten Zementestrich ist die übliche Anforderung in Deutschland; ein Hersteller erlaubt unter Fliesen auf unbeheiztem Calciumsulfat-Fließestrich bis 1,0 %. Trocknung: Herstellerdatenblätter und die gängige Faustregel für Zementestrich.
Estrich und KonstruktionMindestdickeTrocknung (Faustregel)Belegreif (Calciumcarbid-Messung)
Zement, im Verbund25 mmetwa 1 Woche je cm bis 4 cmunter 2,0 %
Zement, auf Trennlage35 mm5 cm: etwa 6 Wochenunter 2,0 %
Zement, schwimmend45 mm5 cm: etwa 6 Wochenunter 2,0 %
Zement, Heizestrich45 mm über dem RohrAufheizen nach 21 Tagen, dann Belegreifheizenunter 1,8 %
Calciumsulfat-Fließestrich, im Verbund oder auf Trennschicht25 oder 30 mm35 mm: 3 bis 6 Wochenunter 0,5 %
Calciumsulfat-Fließestrich, schwimmend35 mm35 mm: 3 bis 6 Wochenunter 0,5 %
Calciumsulfat-Fließestrich, Heizestrich35 mm über dem HeizelementAufheizen ab dem 7. Tagunter 0,5 %, empfohlen 0,3 %

Werkzeug und Material

Werkzeug oder MaterialMenge
Sackestrichlaut Rechner
Randdämmstreifen, 5 mm (10 mm bei Fußbodenheizung)Raumumfang plus Stützen und Rohre
Polyethylenfolie, mindestens 0,1 mmFläche plus 10 cm Überlappung und Hochzug an den Wänden
Zwangs- oder Freifallmischer1, tageweise mieten
Estrichschienen oder Höhenstativegenug für parallele Schienen durch den Raum
Rotationslaser oder lange Wasserwaage1
Aluminium-Richtlatte, 2 bis 3 m1
Reibebrett und Glättkelleje 1
Schubkarre, Eimer, Wasseranschlussje Baustelle
Kniebretter1 Paar
Calciumcarbid-Messung der Restfeuchtevor dem Verlegen des Belags

Häufige Fehler

  • Kein Randdämmstreifen

    So erkennen Sie ihn: Risse an den Wänden; Trittschall geht in die Nachbarräume

    Abhilfe: Randdämmstreifen an jeder Wand, Stütze und jedem Rohr: 5 mm, mit Heizung 10 mm

  • Zu dünn über Rohren oder Dämmung

    So erkennen Sie ihn: Risse, die den Rohrverlauf nachzeichnen

    Abhilfe: Mindestdicke einhalten: Zement 45 mm über dem Rohr, Calciumsulfat 35 mm; notfalls die Höhe anheben

  • Zu viel Anmachwasser

    So erkennen Sie ihn: Weiche, absandende Oberfläche; die Trocknung dauert viel länger

    Abhilfe: Die Wassermenge vom Sack abmessen, nicht nach Gefühl

  • Keine Fugen in Türen und großen Räumen

    So erkennen Sie ihn: Risse, die an den Türzargen beginnen

    Abhilfe: Fuge in jeder Türöffnung; Zementestrich in Feldern bis etwa 40 m²

  • Zu früh belegt

    So erkennen Sie ihn: Laminat quillt, Fliesen reißen, der Klebstoff löst sich

    Abhilfe: Vor dem Verlegen Calciumcarbid-Messung unter dem Grenzwert

  • Zugluft oder Sonne in den ersten Tagen

    So erkennen Sie ihn: Aufgeschüsselte Ränder und Oberflächenrisse

    Abhilfe: Den Estrich anfangs schützen, dann laut Merkblatt regelmäßig lüften

  • Calciumsulfatestrich im Nassraum

    So erkennen Sie ihn: Die Oberfläche wird weich und quillt

    Abhilfe: In Nassräumen, Garagen und außen Zementestrich verwenden

Wann sich ein Fachbetrieb lohnt

Einen kleinen Raum mit Sackestrich schafft ein geübter Heimwerker, aber die Arbeit ist schwer: etwa 100 kg Mörtel je m² bei 5 cm. Holen Sie einen Estrichleger, wenn:

  • die Fläche größer als ein, zwei Räume ist: Ein Estrichleger pumpt den Estrich an einem Tag ein
  • eine Fußbodenheizung eingebaut ist: Rohrüberdeckung, Aufheizen und Belegreifheizen müssen protokolliert werden
  • Sie Calciumsulfat-Fließestrich wollen: Er wird in der Praxis aus Silo oder Mischpumpe gepumpt, nicht von Hand aus Säcken gemischt
  • der Untergrund mehrere Zentimeter aus dem Lot ist oder eine Trittschall- oder Wärmedämmung braucht
  • es um einen Nassraum, eine Garage oder einen Außenbereich geht
  • ein fester Termin einen Schnellestrich verlangt

Häufige Fragen zum Estrich

Wie viel Estrich brauche ich pro m²?

Etwa 20 kg Trockenmörtel je m² und Zentimeter bei Zementestrich, 19 kg bei Calciumsulfat-Fließestrich. Rechenbeispiel: 20 m² Zementestrich mit 5 cm sind 20 × 5 × 20 = 2 000 kg, also 80 Säcke zu 25 kg. Mit dem Vorgabezuschlag von 5 % sind es 2 100 kg, 84 Säcke, dazu etwa 168 l Anmachwasser.

Welche Dicke soll ich wählen?

Nie weniger als die Mindestdicke Ihrer Konstruktion: Zementestrich im Verbund 25 mm, auf Trennlage 35 mm, schwimmend 45 mm, als Heizestrich 45 mm über dem Rohr; Calciumsulfat-Fließestrich 25, 30, 35 und 35 mm. Oberhalb der Mindestdicke entscheiden Türhöhen, Schwellen und die angrenzenden Böden.

Wie viele Säcke sind das, und wie schwer ist das?

Der Rechner teilt das Gewicht durch Ihre Sackgröße und rundet immer auf. Denken Sie an das Gewicht: 5 cm Estrich wiegen etwa 100 kg je m², ein 20-m²-Raum bedeutet also über 2 Tonnen Säcke, die Sie tragen und von Hand mischen. Für ein ganzes Geschoss ist ein Estrichleger mit Mischpumpe meist die bessere Wahl.

Wie lange muss Estrich trocknen, bevor ich den Belag verlege?

Faustregel für Zementestrich: etwa eine Woche je Zentimeter bis 4 cm, danach etwa zwei Wochen für jeden weiteren Zentimeter, ein 5-cm-Estrich braucht also bei guten Bedingungen etwa sechs Wochen. Calciumsulfat-Fließestrich braucht bei 35 mm laut aktuellen Herstellerdatenblättern etwa 3 bis 6 Wochen. Entscheidend ist die Calciumcarbid-Messung vor dem Verlegen: Zementestrich unter 2,0 %, Calciumsulfatestrich unter 0,5 % (0,3 % mit Fußbodenheizung), so die Grenzwerte der Laminathersteller.

Warum zeigt das Ergebnis auch Volumen und Wasser?

Transportbeton- und Pumpestrich werden nach Volumen angeboten, Sackestrich nach Gewicht, deshalb zeigt der Rechner beides. Die Wassermenge brauchen Sie auf der Baustelle: etwa 2 l je 25-kg-Sack Zementestrich und 6,5 l je 40-kg-Sack Calciumsulfat-Fließestrich. Nehmen Sie immer die Menge, die auf Ihrem Sack steht; zu viel Wasser schwächt den Estrich und verlängert die Trocknung.

Den Bodenbelag darüber planen

Ist der Estrich ausgehärtet, ermittelt der kostenlose Autolay-Verlegeplaner den Bodenbelag dafür – Fliesen, Dielen oder Laminat mit Materialliste und Verschnitt – aus einem Foto Ihres Grundrisses, einem IFC-Gebäudemodell oder einem 3D-Scan.

Planung starten

So sieht der fertige Verlegeplan aus

Verlegeplan eines Raums von 5 × 4 m im halber Verband: ganze Stücke gefüllt, die 34 Zuschnitte schraffiert.
Ganzes StückZuschnitt (schraffiert)

Wohnzimmer 5 × 4 m, halber Verband: 9,5 % Verschnitt: jedes Stück vom Verlegeplaner verlegt, die Zuschnitte schraffiert.

Alle 20 Beispielpläne ansehen →

Raum im Verlegeplaner öffnen